Beschreibung Tragwerk Schwäbisch Hall

Die Überdachung besteht aus zwei 70,21 m beziehungsweise 52,27 m langen, statisch-konstruktiv voneinander unabhängigen Teilbereichen. Sie haben eine Breite von 9 m im Regelbereich bis maximal 15 m im Kopfbereich und besitzen im Grundriss abgerundete Außenkanten. Das Primärtragwerk der beiden, nach gleichen Konstruktionsprinzip entwickelten, flügelartigen Überdachungen in Stahlbauweise besteht aus den Elementen Stütze, Hauptträger in Längsrichtung und Nebenträger in Querrichtung. Für die Überdachung wurde das sehr leistungsfähige und gleichzeitig materialsparende Konstruktionsprinzip der statischen mitwirkenden Dachhaut eingesetzt. Diese Sonderbauweise ist gekennzeichnet durch schlanke, rippenartige Tragelemente und eine statisch mittragende Haut.

Die Positionierung der Stützen in einem Abstand von 17,25 m bzw. 19 m ist abgestimmt auf die Nutzung der Flächen unter der Überdachung und bietet eine optimale funktionale Flexibilität. Die Stützenquerschnitte bestehen aus geschweißten Hohlprofilen. Die Fußpunkte der Stützen sind in beiden Richtungen eingespannt. Die Gründung der Stützen auf Einzelfundamente 500 / 250 cm erfolgt bauseits in Abhängigkeit von den Bodenverhältnissen als Pfahlgründung.

Die rückgratartig in Bahnsteiglängsrichtung angeordneten Hauptträger bestehen aus mehrzeiligen, geschweißten Stahlholprofilen und besitzen eine ausreichende Torsionssteifigkeit, um Torsionsbeanspruchungen aus halbseitigen Verkehrlasten zu den Stützen tragen zu können. Hauptträger und Stützen sind biegesteif verbunden, so dass in Bahnsteiglängsrichtung mehrfeldrige Rahmentragwerke entstehen. Die Tragwerksaussteifung für horizontale Einwirkung erfolgt über Rahmentragwirkung in Längsrichtung und über Einspannung in Querrichtung. Temperaturbewegungen können über Nachgiebigkeit der in dieser Richtung biegeweichen Stützen beziehungsweise Fußpunktverdrehung aufgenommen werden. Die beiden Tragwerksteile werden fugenlos ausgeführt, um eine dauerhafte und unterhaltungsarme Tragstruktur zu gewährleisten. Das durchgängige und sehr effektive Konstruktionsprinzip gewährleistet eine hohe Wirtschaftlichkeit.

Die Nebenträger in Querrichtung in einem Abstand von 115 bzw. 118,7 mm bestehen aus stehenden, in den Regelbereichen maximal 4 m bzw. 7,1 m auskragenden Stahlblechen, die mit dem Hauptträger verschweißt werden. Sie verjüngen sich entsprechend den Momentanbeanspruchung in Richtung der Dachränder. Die Konstruktionshöhe beträgt an den Einspannstellen in den Regelbereichen maximal ca. 450 mm, in den Sonderbreichen mit großer Auskragung maximal ca. 1100 mm.

Die statisch mitwirkenden Deckbleche werden unten und oben fugenlos mit den Nebenträgern verschweißt. Es entstehen glatte, fugenlose Dachflächen, die zu Reinigungs- und Wartungszwecken betreten werden können.

Entwässerungsrinnen und Fallrohre sind ebenso wie die Beleuchtungskörper in das Tragwerk integriert.

Winterhalter GmbH
Waltershofener Str. 11
79111 Freiburg
Deutschland
Tel. +49 (0) 761 45 2220
Fax: +49 (0)761 45 222 45
info@winterhalter-stahlbau.de

Winterhalter Stahlbau
Rechtliche Hinweise Impressum Sitemap